Reinhard Grindel, DFB-Präsident

Grußwort zum 12. Fair-Play-Cup

Liebe Kinder und Jugendliche, liebe Freundinnen und Freunde des Fußballs,

zur 12. Ausgabe des Fairplay-Cups heiße ich alle Beteiligten sehr herzlich willkommen. Meine Grüße verbinde ich mit einem großen Dankeschön an Tim Schlichting und das Organisationsteam genauso wie an die vielen freiwilligen Helfer. Ohne Ihren Einsatz wäre der Erfolg des Fairplay-Cups nicht denkbar, ohne Ihren Einsatz wäre Deutschland um ein schönes Stück Fußball ärmer.

Als Schirmherr des Fairplay-Cups wäre ich sehr gerne auch in diesem Jahr persönlich nach Ratekau gekommen. Die Erinnerungen vom vergangenen Jahr sind mir noch sehr präsent. Ich hatte eine großartige Zeit in der Mön-Halle. Die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen, ihre ehrliche Freude, ihre Offenheit und Neugier, die beeindruckende Organisation und der zentrale Gedanke des Fairplay – es gibt viele und gute Gründe, warum ich den 11. Fairplay-Cup in sehr positiver Erinnerung habe. Es war wirklich schön - umso mehr bedauere ich, dass es mir aus terminlichen Gründen in diesem Jahr nicht möglich ist, persönlich bei Ihnen zu sein.

Ich möchte die Gelegenheit aber nutzen, auf diesem Wege noch einmal zu unterstreichen, wie zentral der Gedanke des Fairplay ist. Der Fußball in Deutschland verdankt seine Größe auch dem Fakt, dass die besten deutschen Fußballer stets auch Botschafter des fairen Spiels waren. Viele Beispiele zeugen davon. Ich denke an Uwe Seeler und seine Mitspieler, die 1966 im Finale von Wembley offenkundig benachteiligt wurden- und die dennoch nicht lamentierten, die im Gegenteil ihre Niederlage sportlich anerkannten und die Leistung der Engländer respektierten.

Ich denke an unsere Weltmeister von 2014 und das 7:1 gegen Brasilien. Was dieses Ereignis für mich so besonders gemacht hat, war die Art und Weise, wie sich unsere Spieler nach dem Schlusspfiff verhalten haben. Sie haben Respekt und Empathie gezeigt. Niemand hat übertrieben gejubelt, unsere Spieler haben versucht, den Brasilianern Trost zu spenden und sie aufzubauen. Dieses Verhalten war ein Musterbeispiel für Fairplay, dieses Verhalten hat dem deutschen Fußball und Deutschland weltweit wahrscheinlich sogar noch mehr Respekt verschafft, als die fußballerischen Leistungen mit dem Titelgewinn als Krönung.

Fairplay zeigt sich an großen und kleinen Gesten und es wichtig, dass die Botschaft des Fairplay bei den Großen und den Kleinen gelebt wird. Als Botschafter des Fairplay ist das Turnier in Ratekau für mich daher ein leuchtendes Beispiel der Fußballkultur in Deutschland. Mit großem Wert für unser Land. Der Fußball transportiert Werte wie Teamgeist, Respekt und Fairplay, er transportiert sie von einer Generation zur nächsten und aus dem Sport in die Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es also, Fairplay zu pflegen – und wir sind allen dankbar, die uns dabei unterstützen!

Ich wünsche allen Beteiligten viel Spaß und eine gute Zeit beim Fairplay-Cup in Ratekau. Mit Blick auf den Kalender wünsche ich natürlich auch einen guten Rutsch und einen gelungenen Start ins Jahr 2018.

Ihr

Reinhard Grindel

(DFB-Präsident)